Betriebswirtschaftliche Analyse

Der betriebswirtschaftliche Vergleich Ihres Weinguts: schnell, intuitiv und grafisch aufbereitet.

Über die betriebswirtschaftliche Analyse

Die Betriebswirtschaftliche Analyse soll teilnehmenden Betrieben schnell und intuitiv einen Vergleich der Kennzahlen ihres Weinguts zum Durchschnitt aller und den erfolgreichsten Unternehmen ermöglichen.

Unser Online-Portal bietet einen verbesserten Wissenstransfer durch automatisch kommentierte, grafische Auswertungen. Hierdurch kann das Weingut neben dem Trend der eigenen Entwicklung weitere Verbesserungspotentiale erkennen.

Die digitale Auswertung

Aus der Anwendung · Wirtschaftlicher ErfolgBeispieldaten
Anwendung: Betriebsergebnis nach Familienlohn als Wasserfalldiagramm

Wie erreichen Weingüter ökonomische Nachhaltigkeit?

In der Betriebswirtschaftlichen Analyse des Geisenheimer Branchenmonitors (vormals Geisenheimer Unternehmensanalyse) untersuchen wir am Institut für Wein- und Getränkewirtschaft bereits seit über 30 Jahren den wirtschaftlichen Erfolg deutscher Weingüter. Wir können den teilnehmenden Weingütern aufzeigen, wo sie wirtschaftlich stehen und wo sie sich im Vergleich zu anderen verbessern können. Durch den Strukturwandel der Weinbranche ist das Thema über die Jahre immer wichtiger geworden. Nur wirtschaftlich erfolgreiche Weingüter haben eine Zukunft und finden eine Nachfolgerin bzw. einen Nachfolger.

Ökonomische Nachhaltigkeit

So funktioniert die Teilnahme

Wie funktioniert es?

Teilnehmende Betriebe übermitteln ihre Unterlagen über ein gesichertes Upload-Formular.

Aus den betriebsindividuellen Unterlagen werden betriebswirtschaftliche Kennzahlen berechnet, die mit einem Ampelsystem und automatisch erzeugten Kommentaren bewertet und mit Hilfe von Benchmarkvergleichen in den Branchenzusammenhang eingeordnet werden.

Die Vergleichsgruppe lässt sich nach Region, Größe oder Vermarktungsform individuell auswählen.

Für die Dateneingabe benötigen wir 6-8 Wochen nach vollständigem Dateneingang.

Wir kooperieren mit den Nachhaltigkeitszertifizierungen von FairChoice und FAIR’N GREEN. Mit der Teilnahme an unserer Betriebswirtschaftlichen Analyse erfüllen Sie einen Großteil der ökonomischen Anforderungen an die Zertifizierung.

Was kostet es?

Die Teilnahme ist für Betriebe der Branche kostenfrei.

Die Betriebswirtschaftliche Analyse wird öffentlich finanziert – aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Rheinland-Pfalz.

Was Sie mitbringen

Für die erstmalige Teilnahme benötigen wir mehrere Unterlagen und Daten in PDF oder Excelformat (XLSX, CSV):

  • Jahresabschluss
  • Summen- und Saldenliste zum WJ-Ende
  • EU-Weinbaukartei
  • Gesamterntemeldung mit Traubenzukaufsmeldung
  • Bestandsmeldung

Die Zusammenstellung der Daten nimmt erfahrungsgemäß ca. 1-2 Arbeitsstunden, abhängig von der Verfügbarkeit der benötigten Information in Ihrem Betrieb, in Anspruch. Die meisten Unterlagen sind verpflichtende Meldungen an Kammern, Finanzamt, etc.

Zusätzlich bitten wir Sie, das vorgegebene Eingabemuster mit den Eckdaten Ihres Betriebes auszufüllen. Den Zugang finden Sie unter Upload Unterlagen.

Vertraulichkeit

Der Schutz Ihrer Daten hat für uns oberste Priorität. Betriebsdaten werden in Veröffentlichungen ausschließlich aggregiert und anonymisiert dargestellt. Rückschlüsse auf einzelne Betriebe sind ausgeschlossen.

Die Zusammenarbeit und die Datenschutzmaßnahmen werden vertraglich geregelt.

Testzugang zur digitalen Auswertung

Wenn Sie sich die digitale Auswertung der Betriebswirtschaftlichen Analyse für einen Musterbetrieb ansehen möchten, kontaktieren Sie uns gerne per Mail.

Testzugang anfragen

Was teilnehmende Betriebe sagen

Amelie PfaffmannWeinhaus Pfaffmann, Impflingen
Gerade die Ampelbewertung und die farbliche Gestaltung finde ich sehr übersichtlich.
Maximilian BohnenstielWeingut Bohnenstiel, Herxheim am Berg
Ich finde die neue Auswertung sehr gut strukturiert und einfach verständlich.
Hans-Peter ScholtesWeingut Scholtes, Minheim
Neben dem horizontalen Betriebsvergleich ist für uns auch die Entwicklung der langfristigen Zahlen sehr interessant. Die langjährige Teilnahme unseres Weingutes macht sich mit den langen Datenreihen jetzt positiv bemerkbar!

Häufige Fragen

Wie funktioniert das Ampelsystem?

Die Zielgröße für die Entwicklung des Ampelsystems ist der Gewinn nach Entlohnung von Arbeit und Kapital.

Zur Errechnung der Ampelgrenzen wurden Durchschnittswerte teilnehmender Betriebe der Betriebswirtschaftlichen Analyse über die Spanne der vergangenen 5 Jahre errechnet.

Der rote Grenzwert einer Kennzahl ergibt sich aus dem gerundeten Durchschnittswert aller Betriebe, die einen negativen Gewinn nach Entlohnung von Arbeit und Kapital erzielt haben.

Der grüne Grenzwert einer Kennzahl ergibt sich aus dem gerundeten Durchschnittswert aller Betriebe, die einen positiven Gewinn nach Entlohnung von Arbeit und Kapital erzielen konnten.

Die Spanne zwischen grünem und rotem Grenzwert bilden die Werte der gelben Ampel ab.

Ampelgrenzen je Kennzahl
KennzahlRotGelbGrün
Gewinn nach Entlohnung von Arbeit und Kapitalunter 0–über 0
Eigenkapitalrentabilitätunter 3 %3 % bis 12 %über 12 %
Gesamtkapitalrentabilitätunter 3 %3 % bis 10 %über 10 %
Umsatz pro haunter 25.000 €25.000 € bis 34.000 €über 34.000 €
Ertrag pro haunter 73 hl73 hl bis 77 hlüber 77 hl
Umsatz pro Literunter 4,10 €4,10 € bis 5,00 €über 5,00 €
Umsatz pro Arbeitskraftunter 55.000 €55.000 € bis 92.000 €über 92.000 €
Arbeitszeit pro haüber 900 h750 h bis 900 hunter 750 h
Aufwand pro Literüber 5,40 €4,70 € bis 5,40 €unter 4,70 €
Gewinn pro Literunter 0 €0 € bis 0,90 €über 0,90 €
Operativer Cash-Flow pro haunter 9.200 €9.200 € bis 15.300 €über 15.300 €
Fremdkapitalquoteüber 70 %40 % bis 70 %unter 40 %
Kapitaldienstgrenzeunter 0 €0 € bis 61.300 €über 61.300 €
Anlagendeckungunter 120 %120 % bis 150 %über 150 %
Wie werden die Erträge und Aufwendungen bewertet?

Für die Bewertung der Erträge und Aufwendungen wurden ebenfalls Durchschnittswerte teilnehmender Betriebe der Betriebswirtschaftlichen Analyse über die Spanne der vergangenen 5 Jahre analysiert.

Allerdings werden hier nur die Positionen mit den überwiegend größten Anteilen bewertet.

Die Grenzwerte für die Färbung der Erträge beziehen sich auf die Abweichung zur Vergleichsgruppe nach unten (rot) und nach oben (grün).

Umgekehrt beziehen sich die Grenzwerte für die Färbung der Aufwendungen auf die Abweichung zur Vergleichsgruppe nach oben (rot) und nach unten (grün).

Wie wird der Familienlohn für Familienarbeitskräfte angesetzt?

Der kalkulatorische Familienlohn wird im Rahmen der Betriebswirtschaftlichen Analyse für nicht entlohnte Familienarbeitskräfte, die im Betrieb mitarbeiten, angesetzt. Hierbei beziehen wir uns auf die durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) publizierten Lohnansätze für den deutschen Weinbau und schreiben sie auf Basis der allgemeinen Lohnentwicklung jährlich fort.

Wie ist die Aufwandsseite der Betriebswirtschaftlichen Analyse aufgegliedert?

Eine detaillierte Aufgliederung der Aufwandspositionen finden Sie im PDF zur Struktur der Aufwendungen.

Haben Sie Interesse?

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme dieses Projektes haben, kontaktieren Sie uns gerne per Mail. Wir lassen Ihnen anschließend alle relevanten Dokumente und Informationen zukommen. Unsere Datenschutzerklärung (PDF) können Sie vorab einsehen.